Vorwort

Helmut Staubmann

Abstract


Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) hielt im Oktober 2015 ihren zweijährig stattfindenden Kongress an der Universität Innsbruck unter dem Motto Soziologie in Österreich – Internationale Verflechtungen ab. Die Globalisierung mit all ihren Implikationen hat die Bedingungen wissenschaftlicher Forschung, wissenschaftlicher Kommunikation und die Formen der Weitergabe des Wissens nachhaltig verändert. Veränderungen im gesellschaftlichen Leben sind aber keine Automatik. Es bedarf eines kreativen Umgangs mit den neuen Möglichkeiten und auch mit den damit verbundenen Problemen. Das gilt für die österreichische Wissenschaft und für die österreichischen Universitäten ganz allgemein, sowie auch für die Situation der Wissenschaft in anderen Ländern. Im Kongress der Österreichischen Soziologie ging es um eine Reflexion wie das Fach im Allgemeinen und die ÖGS als Fachorganisation im Speziellen auf die neuen Herausforderungen reagieren können und reagieren sollten.

Von einem Großteil der 13 Sektionen der ÖGS, die sich mit eigenen Veranstaltungen am Kongress beteiligten, wurden ebenfalls Facetten des Generalthemas aufgegriffen. Weitere 25 Ad-hoc Gruppen nützten das Forum des Kongresses ihre Projekte zu präsentieren und zur Diskussion
zu stellen. Angesichts des Kongressthemas war es besonders erfreulich, dass von den ca. 240 aktiven KongressteilnehmerInnen viele internationale Kolleginnen und Kollegen gekommen waren. Es beteiligten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Japan, Norwegen, Schweiz, Spanien und den USA.

Der vorliegende Band enthält eine Auswahl der präsentierten Papiere, die das Niveau und die Breite der österreichischen Soziologie und ihrer internationalen Vernetzungen zum Ausdruck bringen.

 

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Helmut Staubmann, Univ. Prof. für Soziologische Theorie und Kultursoziologie und Dekan der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Innsbruck. 2013-15 war er Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie. Seine Publikationen im Bereich Kultursoziologie beschäftigen sich vor allem mit Fragen soziologischer Ästhetik (Die Kommunikation von Gefühlen, Duncker & Humblot 1995; Hg. mit Alan Scott: Georg Simmel: Rembrandt: An Essay in the Philosophy of Art, Routledge 2005; Ästhetik – Aisthetik – Emotionen. Soziologische Essays, UVK 2008; Hg.: The Rolling Stones. Sociological Perspectives, Lexington 2013). Mit seiner Theoriearbeit steht er in der Tradition der soziologischen Systemtheorie. Aus dem aktuellen Projekt „The Unpublished Legacy of Talcott Parsons“ (gem. mit Victor M. Lidz) entstanden die Editionen Talcott Parsons and Winston White: Values of American Society (LIT 2016) und Subsystems of American Society (LIT 2017), sowie der Band Rationality in the Social Sciences. The Schumpeter/Parsons Seminar 1939/40 and Current Perspectives (Springer 2017). Mit Victor M. Lidz gibt er die Schriftenreihe Studies in the Theory of Action (LIT) heraus.

 

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DOI 10.15203/3122-56-7-03


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