Exkludierende Inklusion: Sozialpolitische Herstellung einer gesellschaftliche Ordnung am Beispiel der Mindestsicherung

Bettina Leibetseder

Abstract


Allgemein wird davon ausgegangen, dass Sozialpolitik die gesellschaftliche Stratifizierung ausgleicht. Betracht man sozialpolitische Interventionen, wird ersichtlich, dass durch Sozialpolitik eine gesellschaftliche Relationierung erfolgt, die jedoch nicht unbedingt eine Angleichung des gesellschaftlichen Status bedingt. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit der Herstellung einer spezifischen sozialen Ordnung durch Sozialpolitik auf der System- sowie der Interaktions- und Deutungsebene der Akteur/innen durchleuchte ich die Stratifizierung durch Sozialpolitik am Beispiel der Mindestsicherung, wobei eigene Forschungsergebnisse zur Exemplifizierung dienen. Gegenwärtige Reformen markieren nicht ein Umdenken, sondern intensivieren exkludierende Stratifizierungsprozesse auf allen drei Ebenen.

Social policy, as generally perceived, intends to reduce social inequalities. However, if one analyses its actions, the policies clearly indicate stratifying effects. The article identifies three arenas: Social order is reconstructed on the system level and in actors’ interactions and interpretations. On all levels, stratifying effects are found examining the Austrian minimum income scheme. Furthermore, the findings suggest that recent reforms even intensified exclusionary processes.

 

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Bettina Leibetseder, Univ.Ass.in Dr.in am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik, Johannes Kepler Universität Linz, studierte Sozialwirtschaft in Linz, zahlreiche Forschungsaufenthalte in Dänemark, Finnland, Schweden, Vereinigtes Königreich und USA. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Sozialpolitik, Gender und vergleichende Methoden.

 

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DOI 10.15203/3122-56-7-16



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