Biosphärenparks – Innovationsmotor oder Hindernis: Wahrnehmung und Sichtweise von Bäuerinnen und Bauern

Adelheid Humer-Gruber

Abstract


Der BSP, als Modellregion für eine nachhaltige Entwicklung, bietet die Chance das Bewusstsein für regionale Ressourcen zu fördern und eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion umzusetzen. Angesichts der großen Bedeutung der Landwirtschaft für Naturschutz, Kulturlandschaft, Klimawandel und Ökosystemleistungen erklärt sich auch die Relevanz dieser Forschungsarbeit. In den Biosphärenparks Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge (AT) und Val Müstair (CH) werden qualitative Interviews mit Bäuerinnen und Bauern durchgeführt. Im Zentrum dieser Arbeit steht die emische Sichtweise der Landwirt*innen. Im Folgenden wird präsentiert, wie weit sich diese mit dem BSP auseinandersetzten und welche Bedeutung der BSP für die Landwirtschaft und ihren eigenen Betrieb hat. Mit dem Ziel eines besseren gegenseitigen Verständnisses der unterschiedlichen Interessensgruppen im und um den landwirtschaftlichen Sektor in den Biosphärenparks werden die  Sichtweisen der Landwirtinnen und Landwirte bezogen auf den Biosphärenpark als Stimmungsbild dargestellt und mögliche gemeinsame Handlungsansätze identifiziert.

Biosphere reserves are model regions for sustainable development and offer opportunities to raise awareness for regional resources use and to realize a sustainable agricultural production. The relevance of this research explains the fundamental importance of agriculture for nature conservation, cultural landscape, climate change and ecosystem services. In the Biosphere Reserve Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge (AT) and Biosfera Val Müstair (CH) qualitative Interviews are conducted with farmers. The research specifically focuses on the farmers’ emic perspectives. The following article presents how far farmers expose themselves to BSR and which
significance the BSR has for agriculture in general and their farm in particular. With the objective to promote a better understanding between different interest groups within and around the agricultural sector in alpine biosphere reserves, the farmers’ opinion and emic view concerning biosphere reserves are presented in this article as current sentiment and possible approaches for action are identified.

 

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Heidi Humer-Gruber schloss ihr interdisziplinäres Masterstudium Natural Resources Management and Ecological Engineering an der BOKU in Wien ab. Seit 2014 arbeitet sie am Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung IGF in Innsbruck, beim Man and Biosphere-Projekt: „Biosphere Reserves – Prospects of Innovations and Constraints“. Mit Hilfe des Doktoratsstipendiums der Universität Innsbruck kann sie dieses Projekt seit Oktober 2015 als Dissertation weiterführen.

 

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DOI 10.15203/3122-56-7-15



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