Die Erhebung sinnlicher Wahrnehmungen und ästhetischen Erlebens durch die Methode bildbezogener Interviews

Daniela Manger

Abstract


Für die Erhebung sinnlicher Wahrnehmungen und ästhetischen Erlebens werden zunehmend Interviews anhand von Bildern durchgeführt, eine Methode die u.a. als photo-elicitation, Foto- Interview und ähnlich bezeichnet wird. Aufgrund des vorwiegend latenten Charakters sinnlicher Wahrnehmungen und empfindenden Erlebens ist der Forscher mit methodischen Problemen konfrontiert, die zum Teil durch die Bezugnahme auf Bilder in Interviews gelöst werden können. Wenn die Datenerhebung sich selbst kreativer Praktiken bedient und die Befragten aktiver involviert, können die Ergebnisse der Forschung zwar deutlich verbessert werden, jedoch  diffundiert dann die Grenze zwischen Forschung und Beraterpraxis. Diese Problematik wird an einem aktuellen Fallbeispiel aus der Organisationsforschung veranschaulicht und kritisch diskutiert.

In qualitative interviews of aesthetical perception pictures are increasingly used, a method that is denoted as photo-elicitation or photo-interviewing or likewise. As asthetical perceptions remain predominantly latent, data collection is confronted with divers methodological problems, that only partially can be resolved by the use of pictures in interviews. If data collection methods themselves become creative and activly involve interviewees, better data will be achieved, but the border between research on practice and the practice of consulting dissolves. This problem will be illustrated and discussed using material from an ongoing case study in the field of the research of organizations.

 

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Daniela Manger ist Koordinatorin und Mitarbeiterin im drittmittelgeförderten Verbundprojekt „Objekte als Medien der Reflexivität“ an der Universität Friedrichshafen.

 

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DOI 10.15203/3122-56-7-18



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