Stadtalltag als Labor. Forschungsperspektiven zur Koexistenz internationaler Verflechtungen und lokaler Wissenskulturen im Rahmen von Living Labs

Christian Peer

Abstract


Das Leben, vor allem jenes in prosperierenden urbanen Räumen, soll gemäß zunehmend aufeinander abgestimmter lokaler, nationaler und internationaler Leitbilder klima- und ressourcenschonend werden. Der Schlüssel dafür liegt in technologischer und sozialer Innovation - das verlautbaren die einander ähnelnden international verbreiteten Vorstellungen über die nachhaltige Entwicklung künftiger Städte und Stadtregionen. Inwiefern die Idee von Stadt als lebendiges Labor hier sukzessive mit einer Verwissenschaftlichung der Gesellschaft einhergeht und zugleich Wissenschaft als Werkzeug des gesellschaftlichen und technologischen Wandels instrumentalisiert wird, soll entlang der Frage nach Integration und Ausschluss der Bewohnerinnen und Bewohner dieser neu gedachten städtischen Experimentierräume erörtert werden.

The conception of urban live is increasingly oriented towards climate-friendly developments with technological and social innovation as main drivers. Herein Living Labs are playing a more and more important role. By that, society is becoming framed by scientific measurements while science is increasingly measured by it‘s instrumental utility for social change. This article focusses on the role of the human being within Living Labs, assuming that it‘s destination as a user is a far too narrow perspective.

 

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Christian Peer ist Kulturanthropologe, Stadt- und Regionalplaner. Er war über viele Jahre als Planer in der Praxis der Wiener Stadt- und Regionalentwicklung tätig und verfasste seine Dissertation über das Thema Diversität im Modernisierungsdiskurs der Stadtentwicklung. Derzeit forscht und lehrt er an der Technischen Universität Wien im Fachbereich für Soziologie des Departments für Raumplanung sowie a der Abteilung für Wohnbau und Entwerfen und ist u. a. Mitglied des ARL-Arbeitskreises „Mind the Gap!“. Arbeitsschwerpunkte sind soziale Aspekte der Stadt- und Regionalentwicklung sowie Fragestellungen zu Infrastrukturentwicklungen aus Perspektive der Kultur- und Planungswissenschaft sowie der Science and Technology Studies (STS).

 

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DOI 10.15203/3122-56-7-20



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