Rurale Frauen- und Geschlechterforschung - Verortung und Entgrenzung eines Forschungsfeldes

Theresia Oedl-Wieser, Mathilde Schmitt

Abstract


Die Rurale Frauen- und Geschlechterforschung hat durch viele Studien belegt: Erst durch die Einbeziehung der Strukturkategorie Geschlecht können die ländliche Gesellschaft und regionale Entwicklungen in ihrer Komplexität erfasst und verstanden werden. Die behandelten Themen haben eine Ausweitung und eine Bereicherung sowohl für die Ländliche Sozialforschung als auch für die Frauen- und Geschlechterforschung bewirkt. Neben Geschlecht erfährt der Diversitäts-Bezug in Form der vielfältigen Bedarfe und Bedürfnisse von Frauen und Männern unterschiedlicher sozialer Herkunft und Qualifikation, verschiedener Altersstufen, Ethnizitäten und Nationalitäten zunehmend Aufmerksamkeit. Der Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen und Praxisfeldern lässt bisher vorhandene blinde Flecken in der Ruralen Frauen- und Geschlechterforschung erkennen und ein umfassenderes Bild der Wirklichkeit rekonstruieren.

Rural Women and Gender Studies have shown by conducting many studies: Only through the incorporation of the structural category gender the rural society and regional developments can be recognized and understood in their complexity. Furthermore, the issues which were treated led to an expansion and enrichment for both the rural social research as well as for women and gender research. In addition to gender the category diversity receives increasing attention. Diversity means the manifold demands and needs of women and men with different social backgrounds and qualification, different ages, ethnicities and nationalities. The exchange between different disciplines and fields of practice can detect existing blind spots in the field of rural women gender studies and reconstruct a more comprehensive picture of reality.

 

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Theresia Oedl-Wieser, Agrarökonomin und Soziologin, beschäftigt sich mit ländlicher Entwicklung (-spolitik), Ruraler Sozialforschung und Frauen- und Geschlechterforschung, regionaler Governance, politischer Soziologie und ist mit der Evaluierung von Ländlichen Entwicklungsprogrammen befasst; Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie und Lektorin an der Universität für Bodenkultur.

Mathilde Schmitt forscht und lehrt als promovierte Agrar- und Sozialwissenschaftlerin zu den Themen Rurale Frauen- und Geschlechterforschung, Regionalentwicklung und sozialer Wandel, Agri-Food-Studies, Mensch-Umweltfragen sowie Inter- und Transdisziplinarität.

 

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DOI 10.15203/3122-56-7-14



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