Praktiken des Zeigens: NS- und Nachkriegszeit im österreichischen Bilderkanon. Eine bildpolitische Mikrostudie zwischen „Opfer- und MittäterInnenthese“ 2005

Ina Markova

Abstract

Der vorliegende Artikel setzt an der Schnittstelle zwischen Bildwissenschaften und Visual Cultures Studies an: Untersucht werden die Praktiken des Zeigens, geschichtspolitische Strategien der visuellen Herstellung gesellschaftlich erwünschter Geschichtsbilder. Bildstrategien werden im Zusammenhang mit erinnerungskulturellen Prozessen gefasst um so zu analysieren, welche Funktionen bestimmte, starke Bilder hinsichtlich der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in Österreich erfüllen können. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Frage der "fehlenden Visualisierung" gelegt. Am Beispiel einer Publikation der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung aus 2005 wird untersucht, mit welchen Bildern welche Vergangenheit im "Gedankenjahr", 60 Jahre nach Kriegsende, 50 Jahre nach Abschluss des Staatsvertrags und 20 Jahre nach dem EU-Beitritt konstruiert und wie Geschichte auch visuell hierarchisiert werden kann.

Schlagworte

Visuelle Geschichte, Kulturwissenschaften, Österreichische Vergangenheitspolitik

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