Kaufen für eine nachhaltige Welt? Das Beispiel Fairtrade

Michael Jonas, Beate Littig, Otto Penz

Abstract

In der Diskussion über wünschenswerte gesellschaftliche Entwicklungen ist nachhaltiger Konsum zu einem zentralen Schlagwort avanciert. Diesem aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs zufolge können Veränderungen des individuellen Konsumverhaltens positiv auf die Ausgestaltung von Produktionsbedingungen und Handelsbeziehungen einwirken. Am Beispiel von Fairtrade gehen wir der Überzeugungskraft dieser Annahme nach. Die Analyse des Fairtrade-Feldes und der dazugehörigen Programmatik sowie des Konsums von Fairtrade-Produkten führen uns dazu, eine pessimistischere Sichtweise zu entwickeln. Der Konsum von Fairtrade-Produkten ist demnach weniger Ausdruck von Nachhaltigkeit, denn Beleg für einen gesellschaftlichen Wandel Richtung lifestyle politics und die Ökonomisierung moralisierter Märkte.

Schlagworte

Fairtrade, nachhaltiger Konsum, moralisierte Märkte, Lebensstile, Ökonomisierung

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