„Correct Voting“ bei der Nationalratswahl 2008

David Johann, Christian Glantschnigg

Abstract

Darüber, wie viele und welche BürgerInnen bei österreichischen Nationalratswahlen „richtig“, (d.h. ihren Interessen und Überzeugungen entsprechend) gewählt haben, ist wenig bekannt. Der vorliegende Artikel möchte diese Lücke schließen. Untersucht wird, wie es um „richtiges Wählen“ bei der Nationalratswahl 2008 bestellt war und welche Einflussfaktoren „richtiges Wahlverhalten“ bedingten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, welche Rolle das individuelle Mediennutzungsverhaltens bzw. die rezipierte Medienberichterstattung für „richtige Wahlentscheidungen“ spielten. Es zeigt sich, dass sich Medienkonsum nicht generell positiv auf „richtige Wahlentscheidungen“ auswirkt. Während der Konsum von TV-Nachrichtensendungen insgesamt tendenziell „richtige Wahlentscheidungen“ begünstigt, scheint der Konsum bestimmter Tageszeitungen wie der Kronen Zeitung „richtige Wahlentscheidungen“ zu hemmen. Die Befunde weisen somit auch darauf hin, dass in zukünftiger Forschung mit Blick auf die Qualität der angebotenen Informationen zu politischen Sachfragen nach Unterschieden zwischen verschiedenen Medien gesucht werden sollte.

Schlagworte

Wahlverhalten, richtiges Wählen, Medieneffekte, Issue-Kongruenz, Nationalratswahl 2008

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