Politische TV-Ereignisse umdenken: Die Ära der Post-Broadcast Kommunikation

Jakob-Moritz Eberl, Markus Wagner, Eva Zeglovits

Abstract

Im Kontext politischer TV-Events und politischer TV-Debatten eröffnen sich über das Internet und Social Networks wie Facebook oder Twitter neue Möglichkeiten des Konsums und inhaltlichen Austauschs, die das klassische Bild von TV-Ereignissen und deren Analysen in Frage stellen. Politische TV-Events werden nicht mehr primär über ein einziges Medium, den Fernsehbildschirm, wahrgenommen. Ihr Konsum verläuft in einer internet-affinen Subpopulation viel eher über eine Mehrzahl an Informationskanälen, die in gängigen empirischen Methoden nicht alle berücksichtigt werden. Wir befinden uns am Beginn einer Post-Broadcast Ära, in welcher Social Networks, politische Foren, Blogs und auch die Medienberichterstattung im Internet einen vielfältigen Medienkonsum und einen breiten inhaltlichen Austausch zu TV-Ereignissen erleichtern. Die vorliegende explorative Studie untersucht, inwieweit das potenzielle Publikum von TV-Debatten weit über das Fernsehpublikum hinaus reicht, und kommt dabei zur Erkenntniss, dass der Einfluss- und Analysebereich von TV-Events neu diskutiert werden muss. Grundlage der Untersuchung ist eine Online-Befragung von Studierenden der Universität Wien im Rahmen der ORF-Sommergespräche 2012.

Schlagworte

Medien, politische TV-Ereignisse, TV-Debatten, Soziale Netzwerke, Post-Broadcast Kommunikation

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