Mehrheitswahl als Ausweg? Zur Debatte um die Reform des österreichischen Wahlsystems

Guido Tiemann

Abstract

Dieser Beitrag greift die Debatte um die Reform des österreichischen Wahlsystems auf und diskutiert kontrafaktisch mögliche politische Konsequenzen eines Mehrheitswahlsystems. Die Argumentation wird in vier wesentlichen Schritten vorgetragen: (1) Die Diskussion um die Vorzüge und Defizite von Mehrheits- und Konsensdemokratie benennt und diskutiert Maßstäbe zur Bewertung unterschiedlicher Wahlsystemtypen. (2) Der folgende Abschnitt passt diese Diskussion in den Kontext der österreichischen Politik ein und diskutiert Argumente, die für oder gegen unterschiedliche Reformprojekte vorgetragen werden. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der relativen Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen. (3) Die empirischen Abschnitte beginnen mit möglichen psychologischen Effekten der relativen Mehrheitswahl in Österreich. (4) Schließlich werden potenzielle mechanische Effekte eines Mehrheitswahlsystems untersucht und durch kontrafaktische Simulationsmodelle bestimmt.

Schlagworte

Wahlsystem; Neoinstitutionalismus, Monte-Carlo-Simulation

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