Anomia, Deprivation und Werteorientierung zur Vorhersage rechtsextremistischer Einstellungen – Eine empirische Studie mit Repräsentativdaten aus Deutschland

Aribert Heyder, Anna Gaßner

Abstract

Das Thema Rechtsextremismus unterliegt in den europäischen Gesellschaften immer wieder konjunkturellen Diskussionsphasen in Politik, Gesellschaft und Medien. Diese Diskurse, in der Regel ausgelöst durch spektakuläre Ereignisse, thematisieren immer auch Gründe für die Entstehung von rechtsextremistischen Einstellungen (RE). Zur Erklärung der Genese von RE zählen u.a. Einflüsse des sozialen Wandels, die Wahrnehmung von Ungleichgewichtszuständen oder die Ausprägung bestimmter Wertorientierungen. Diese Phänomene sind auch Gegenstand verschiedener empirischer Studien, wobei die kausalen Zusammenhänge zwischen den Einflussfaktoren oft unberücksichtigt bleiben. Dies gilt umso mehr für die Integration von demografischen Variablen wie Schulbildung oder Alter. Diesem Umstand wird in der vorliegenden Studie Rechnung getragen, indem ein theoretisch abgeleitetes Gesamtmodell unter Einbezug der kausalen Beziehungen zwischen den unabhängigen Variablen formuliert und anschließend unter Anwendung von Strukturgleichungsmodellen empirisch überprüft wird.

Schlagworte

Rechtsextremismus, sozialer Wandel, Deprivation, Anomie, Wertorientierungen, Strukturgleichungsmodelle - Right-wing extremism, social change, deprivation, anomie, value orientation, structural equation modeling

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