Strukturelle Macht: Eine dritte Machtquelle?

Xuewu Gu

Abstract

Zusammenfassung

Der Artikel stellt die gängige Vorgehensweise in Frage, internationale Machterscheinungen dichotomisch in Kategorien von „hard power“ und „soft power“ zu erfassen und zu erklären. Die Beobachtung einer zunehmenden Entkopplung der internationalen Durchsetzungsfähigkeit der Staaten von den für sie verfügbaren Machtkapazitäten reflektierend, vermutet der Verfasser die Existenz einer dritten Machtquelle (vorläufig in Anlehnung an Susan Strange als strukturelle Macht bezeichnet), deren Ursprung und Wirkungsweise wissenschaftlich noch nicht ausreichend erkannt und erforscht wurden. Dabei wird die Hypothese vertreten, dass es diese dritte Machtquelle ist, die die Wirkungen der bekannten Größen hard power und soft power relativieren kann und folglich auch Staaten in Ermangelung von Kapazitäten in den klassischen Machtkategorien zu politischen Erfolgen verhilft.

Schlagworte

Strukturelle Macht, Hard Power, Softpower, Machtverschiebung, politische Hebelkraft

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