Cultural Exchange and the Corporate Sector: Moving Beyond Statist Public Diplomacy?

Giles Scott-Smith

Abstract

Traditionelle Ansätze zur Analyse öffentlicher Diplomatie verstehen diese Aktivitäten als die Mittel und Wege für Nationalstaaten, ihre Interessen und Werte gegenüber einer internationalen Zielgruppe zu platzieren, um damit ihr Profil zu stärken, nützliche professionelle und praktische Verbindungen zu etablieren und ein – national wie international – günstiges Umfeld für ihre außenpolitischen Aktivitäten herzustellen. Rezente Studien haben der Rolle des privatwirtschaftlichen Sektors bei der Weiterentwicklung der Ansichten und Denkweisen über nationalstaatliche Diplomatie sowie betreffend die Effektivität einschlägiger Aktivitäten vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt, das Hauptaugenmerk verblieb jedoch auf einer Optimierung staatlicher Diplomatie unter Anwendung unternehmerischer Methoden (z.B. „place-“ und „nation-branding“). In diesem Beitrag liegt der Fokus jedoch auf drei Beispielen von Corporate Public Diplomacy, die auf einen stärker eigenständigen Ansatz hinweisen, der außerhalb des staatlichen Paradigmas operiert. Alle drei Beispiele stammen aus dem spezifischen Feld der Austauschprogramme: das Atlantic & Pacific Exchange Programm, das von Rotterdam in den Niederlanden aus betrieben wird, das Institute for Cultural Diplomacy in Berlin und Business for Diplomatic Action in Washington DC. Der Beitrag fragt nach den Motiven hinter diesen Aktivitäten und geht der Frage nach, in welchem Ausmaß diese für eine neue privatwirtschaftlich angeleitete öffentliche Diplomatie stehen, die neben oder sogar getrennt von staatsbasierten Interessen operiert.

Schlagworte

Cultural diplomacy, corporate public diplomacy, exchange programmes, corporate social responsibility

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