Aristoteles' Rhetorik: Eine Anleitung zur Emotionspolitik

Dirk Jörke

Abstract

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Deliberation und Emotionalität im Anschluss an Aristoteles' Rhetorik. Im Unterschied zu einer Reihe jüngerer Publikationen über das Verhältnis zwischen Aristoteles und der deliberativen Demokratietheorie wird argumentiert, dass er nicht für das Ideal einer diskursiven, gemeinwohlorientierten und vor allem rationalen Entscheidungsfindung eintritt. Ganz im Gegenteil, Aristoteles hat mit der Rhetorik eine Art Handbuch der Emotionalisierung politischen Handelns verfasst. Am Ende wird gezeigt, dass Aristoteles' Rhetorik den Blick für nonkognitive Elemente deliberativer Prozesse schärft und daher die kognitivistische Engführung der deliberativen Demokratietheorie korrigieren kann.

Schlagworte

Aristoteles, deliberative Demokratie, Rhetorik, Emotionen, Demagogie

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