Politics and defence R&D policies. The United States and Israel and lessons for the European Union

Guy Ben-Ari

Abstract

Dieser Beitrag verwendet das Bureaucratic-Politics-Paradigma zur Analyse von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen des militärischen Sektors. Gegenstand der Untersuchung sind einschlägige Forschungs- und Entwicklungsprogramme in den USA und Israel sowie daraus ableitbare Schlussfolgerungen für die Europäische Union, wo gegenwärtig Bestrebungen zur Initiierung militärischer F&E-Programme auf Gemeinschaftsebene stattfinden. Das Bureaucratic-Politics-Paradigma ist ein tauglicher Ausgangspunkt zum besseren Verständnis politischer Prozesse der Innovation im Bereich nationaler Sicherheit: Es liefert einen systematischen Rahmen zur Erklärung, wie verschiedenen Elemente des Regierungssystems in einem politischen System, in welchem politische Macht bewusst fragmentiert und über eine große Anzahl von Akteuren verteilt ist, zu Entscheidungen kommen. Vor diesem Hintergrund kommt der Beitrag zu dem Schluss, dass politische Entscheidungsfindung im Bereich militärischer F&E-Investitionen auf einem Kompromiss zwischen unterschiedlichen Positionen verschiedener politischer Interessen, unter anderem im Bereich der staatlichen Bürokratie, basiert. Positionen der politischen Spitze steuern die Aktivitäten unterschiedlicher Elemente der Verwaltung einerseits zu einem gewissen Grad, andererseits werden diese nicht automatisch und eins zu eins in Maßnahmen umgesetzt. Zur Implementierung von F&E-Policies im Sinn ihrer Planung sind andauernde Verhandlungen und Wieder- Verhandlungen zwischen politischen Amtsträgern, der Bürokratie, dem Militär, der Industrie und anderen externen Interessengruppen notwendig.

Schlagworte

Defence, bureaucratic politics, research and development, European Defence Agency, military technology

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