Nationale Forschungssysteme im Vergleich. Strukturen, Herausforderungen und Entwicklungsoptionen

David F. J. Campbell

Abstract

Den konzeptionellen Rahmen des gegenständlichen Beitrages bilden Überlegungen zur Bedeutung der Wissensbasis für Gesellschaft und Wirtschaft und das Konzept des „Wissensstaates“, der die Bedingungen der Wissensbasis reflektiert und durch Politik entsprechend zu fördern versucht. Die Analyse beschäftigt sich vor diesem Hintergrund aus international vergleichender Perspektive mit Strukturen, Herausforderungen und Entwicklungsoptionen nationaler (bzw. national aggregierter) Forschungssysteme und operationalisiert zentrale einschlägige Fragestellungen und Problemzusammenhänge an Hand von quantitativen Indikatoren. Als Forschungssysteme werden dabei die EU, die USA und Japan differenziert. Die Indikatoren, die zu ihrer Analyse herangezogen werden, sind auf unterschiedlicher Ebene angesiedelt. Erstens wird, zur generellen Einschätzung der Platzierung der jeweiligen Forschunsgsräume, die Entwicklung der Gesamtforschungsaufwendungen nachgezeichnet und verglichen. Zweitens stellt sich die Frage nach den jeweiligen Finanzierungsformen (Staat versus Wirtschaft), drittens nach den jeweiligen Mustern der Durchführung differenziert nach Forschungseinrichtungen (Universitäten versus Wirtschaft). Nicht zuletzt ist viertens die inhaltliche Verteilung über verschiedene F&E-Aktivitäten (Grundlagenforschung, angewandte Forschung bzw. experimentelle Entwicklung) für die gegenwärtige Platzierung der jeweiligen Forschungssysteme und ihre Entwicklungsoptionen relevant. Die Ergebnisse werden schließlich in einer skizzenhaften vergleichenden Typologie nationaler (bzw. national aggregierter) Forschungssysteme verdichtet und diese zur Diskussion gestellt.

Schlagworte

Wissensstaat, Forschungspolitik, F&E-Policy, reale F&E-Niveaus, Typologie nationaler Forschungssysteme

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