Military cooperation, transatlantic relations and military non-alliance – a conceptual analysis with a focus on the cases of Finland and Sweden

Kari Möttölä

Abstract

Der Artikel behandelt die Teilnahme militärisch bündnisfreier Mitgliedstaaten der Europäischen Union – mit Finnland und Schweden als Fallbeispielen – an der im Entstehen begriffenen internationalen militärischen Kooperation in Europa. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Implikationen von Bündnisfreiheit für ihre Rolle in den transatlantischen Beziehungen geschenkt. Finnlands und Schwedens Beziehungen zur NATO im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) folgt der Logik institutionalistischer Trends in der Theorie und Praxis internationaler Beziehungen. Im Zuge der NATO-Erweiterung in der Region sind die beiden Staaten mit Machtpolitik konfrontiert, wobei die Option ihrer eigenen Mitgliedschaft durch politische und Identitätsfaktoren bestimmt wird. Durch ihre aktive Rolle im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESDP) der EU sind Finnland und Schweden Teil des Mainstreams der Union. Sie lassen sich dabei von pragmatischen Zielen der Entwicklung einer autonomen Handlungsfähigkeit der EU in Kooperation mit der NATO leiten, wobei sie die Autonomie der Entscheidungsfindung der Union als Basis weiterer Integration zu verteidigen suchen. Dadurch verfolgen die beiden Staaten dezidiert europäische politische Ziele, die in zunehmendem Maße von den Zielen der USA in Bezug auf Themen der globalen Sicherheit abweichen können. In Zukunft werden die Gemeinsame Außenund Sicherheitspolitik sowie die ESDP die effektivsten Mittel Finnlands und Schwedens zur Beeinflussung der transatlantischen Beziehungen sein.

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