Vorteile eines computerunterstützten
Verfahrens; Funktionen
Grafik: Vergleich zwischen herkömmlicher
Literaturverwaltung und computerunterstützter.
Erwünschte Funktionen einer
Literaturverwaltung:
- Erfassen von bibliographischen
Angaben
- Import von bibliographischen Angaben aus
Bibliothekskatalogen und Datenbanken
- Datenbankmanagement: anlegen, bearbeiten,
löschen von Datensätzen
- Verknüpfen mit anderen Dokumenten
(Exzerpte, Notizen, Entwürfe)
- Filtern der Datensätze nach individuellen
Ordnungskriterien
- Export von Literaturverzeichnissen
u.ä.
1. Literaturverwaltung mit
WordZiel: eine
Literaturverwaltung mit den vom ZID angebotenen Softwarepaketen Word und
Access; praktikabel und den Bedürfnissen angemessen.
Eine Literaturverwaltung mit Word bietet sich
auch deswegen an, weil sich dieses Textverarbeitungsprogramm inzwischen
weitgehend durchgesetzt hat: Word kann so relativ einfach zu einem
Desktop für wissenschaftliches Arbeiten ausgebaut werden, auf den
man eigene Texte konzipiert und schreibt, fremde Texte (z.B. auch aus dem
Internet) archiviert, Zitate verwaltet usw. Mit Sicherheit ist auch von
den Folgeversionen von Word im Hinblick auf Datenbankfunktionalität,
Internet-Integration, Objektverwaltung u.a. mehr zu erwarten.
Stufenweiser Aufbau je
nach Größe des zu verwaltenden Literaturbestandes; einheitliches
Datenformat
1.1 Einfache VersionPraktikabel
ist diese Option dann, wenn es sich um eine voraussichtlich geringe
Datenmenge handelt (bis zu 100 Einträge).Erfassung der bibliographischen Daten im Format,
wie sie zitiert werden.
- Sofort für Literaturlisten verwendbar -
Nachteil: Die für die Zitierung in Frage kommenden Titel müssen
aufwendig (händisch) selektiert und mit Cut & Paste in die
Publikation eingefügt werden
- Evtl. Anhängen einer Datei (Einfügen
Objekt) für Exzerpte, Volltext usw.
Aufbau einer
Literaturdatenbank:
- Einträge selbst erfassen.
- Oder: Aus Aleph einfügen mit Cut and Paste
- Oder: Aus der Literaturdatenbank des Projekts "Wie kommt Wissenschaft zu Wissen?"
(mit ca. 4000 einschlägigen Titeln aus dem Bereich Wissenschaftstheorie,
Methodologie, Methoden, Wissenschaftliches Arbeiten), die laufend
erweitert wird und die in der Lernumgebung
BASES aufliegt, können
Literaturnachweise kopiert werden:
- Suche nach Literatur - ausgehend von der
Suchmaske
- Die Treffermenge kann als
Literaturverzeichns
im Zitierformat angezeigt
- und mit Cut and Paste in die eigene Datei
kopiert werden.
- Anschließend können Dokumente an die Literaturliste angehängt
werden:
Resultat
1.2 Datenbank als TabelleLiteraturdaten werden strukturiert, d.h. als
Datenbank in Form einer Tabelle erfasst:
- die Datenbank besteht aus
Datensätzen (die einzelnen Titel)
- ein Datensatz aus Datenfeldern (wie
Autor, Titel).
Vorteilhaft ist dieses Verfahren, wenn mit einer größeren Datenmenge zu
rechnen ist und nach unterchiedlichen Datenfeldern (Autor, Titel, Jahr,
Projekt usw.) sortiert werden soll. Beispiel einer einfachen Datenbank unter
Word:
- Die Datei litdb.doc enthält
die Datenquelle, die Literaturdatenbank. Hier können neue
Literaturhinweise eingegeben oder importiert werden.
- Die Datei litdblst.doc
ist eine sog. Seriendruck-Hauptdokument, mit die Datensätze der
Datenquelle als Literaturverzeichnis ausgegeben werden können
Es stehen folgende Funktionen zur
Verfügung
- Datenbankfunktionen in der
Datenmaske (Ansicht/Symbolleisten/Datenbank aktivieren)
- Daten eingeben
- suchen
- löschen usw.
- Verwalten von Dateien mit Notizen bzw.
Volltexten
- mit Einfügen-Hyperlink können
beliebige Dateien angehängt werden (egal ob die Datei auf einem Server
im Internet oderauf dem eigenen Rechner liegt): z.B. Notizdateien,
Volltexte usw.
- in Datei-Info können diese
Dateien mit zusätzlichen Angaben versehen werden (Autor, Titel,
Stichworte), mit dem Datei-Manager lassen sich dann
entsprechende Suchlisten erstellen.
- Mit der Seriendruckfunktion können
publikationsreife Literaturlisten erzeugt werden:
- Datei litdblst.doc öffnen
- Extras/Seriendruck aktivieren, Katalog
auswählen
- Datenquelle öffnen = litdb.doc
- ggf. Datensätze filtern, dann
verbinden
Aus der
Literaturdatenbank des Projekts "Wie
kommt Wissenschaft zu Wissen?" (mit ca. 4000 einschlägigen Titeln aus
dem Bereich Wissenschaftstheorie, Methodologie, Methoden,
Wissenschaftliches Arbeiten) können Literaturnachweise im Tabellenformat
kopiert werden - s. oben.
2. Literaturverwaltung mit
Access
- empfohlen bei größeren Datenmengen
- Datenaustausch mit
Word-Seriendruckfunktion: Von Word aus kann direkt die Access-Datenbank
geladen werden
- Importmöglichkeit: s. Word
3. Spezielle
LiteraturdatenbankprogrammeSpezielle
Literaturdatenbankprogramme erfordern eine längere Einarbeitungsphase,
weisen differenzierte Funktionalitäten auf, sind aber auch oft unflexibel,
was individuell gewünschte Funktionen betrifft. Auch hat sich die
Verbindung Literaturdatenbank, Textverarbeitung, Textverwaltung inklusive
WWW-Browser noch nicht als Standard durchgesetzt. Beispiele:
Weitere Einstiegsinformationen (ob netzwerkfähig, Preisangaben usw.)
können Sie auf den Seiten der Anbieter sowie noch auf der Seite des
(eingestellten) EDV-Beratungsdienstes des (E)DBI finden: http://www.dbi-berlin.de/service/bibres/bibedv/mainfram.htm
Andere Literaturverwaltungssysteme können Sie auch auf den Seiten der
Uni Düssledorf (bei LiteRat) finden. http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/erzwiss/literat/lr_faq80.html oder
beim Berliner Arbeitskreis Information http://BAK-Information.ub.tu-berlin.de/software/ oder
in der BASES-Bibliothek
4. WWW-Literaturdatenverwaltung
Die m.E. beste Option besteht darin, Datenbestände nicht
mehr auf einem Einzel-Rechner, sondern auf einem Server im Internet zu
halten und die Datenpflege dezentral über das Web vorzunehmen,
vorausgesetzt, man verfügt über einen kostengünstige Internetzugang.
- Der Internetdienst basesportal unter http://baseportal.de/ bietet die
Möglichkeit, eigene Datenbanken aufzubauen (Datenfelder nach Wahl) und
die Daten privat oder öffentlich zu pflegen und anzubieten:
Beispiel
einer Literaturdatenbank
- Die von mir entwickelte, ständig in
progress befindliche Literaturdatenbank LitDB findet man unter http://ub.uibk.ac.at/c10803/litdb.html:
Kern der Datenbank sind die bibliographischen Angaben von
Büchern und Artikel zum Thema Wissenschaftstheorie, Methodologie,
Methoden und Wissenschaftliches Arbeiten (diese Literaturhinweise
stammen aus der Reihe "Wie kommt Wissenschaft zu Wissen? Hg. von Theo
Hug". Diese Daten können sukzessive erweitert werden ... Jeder Benutzer, der sich registriert, kann aus dieser Datenbank
jene Titel auswählen, die ihm für seine Arbeiten als interessant
und relevant erscheinen, und zusätzliche persönliche Angaben machen
(Projekt, für welches die Titel wichtig sein können usw.). Jeder
registrierte Benutzer kann auch zu diesen Titeln Notizen machen
(Lesezeichen = Hinweise auf wichtige Seiten eines Buches, Exzerpte =
Auszüge, wichtige Zitate, Ideen, usw.). Diese Notizen können
persönlich oder öffentlich sein; auf öffentliche
Annotationen können andere Benutzer antworten. Dieses rudimentäre
Diskussionsforum soll kooperatives wissenschaftliches Arbeiten
unterstützen und fördern. Jeder Benutzer kann auch sein eigenes
wissenschaftliches Tagebuch (Wissenschaftsjournal) führen, um
Ideen, Assoziationen, Strukturierungen, Klärungen usw. festzuhalten -
nach dem Motto: Wissenschaftlich arbeiten heisst, zu allem, was andere
geschrieben haben, eigene Gedanken formulieren!
- Eine
Parallelversion dieser Datenbank gibt es auch im Projekt BASES unter
Literaturdatenbank.
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